Pferdegestützte Aus- und Weiterbildung

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Teamtraining
Firmenmitgliedschaft

Fragen und Antworten

Wie wird mit den Pferden gearbeitet?
Was lernt man dabei?
Warum eignen sich gerade Pferde besonders dafür?
Was sind typische Aha-Erlebnisse bei den Teilnehmern?

Wie wird mit den Pferden gearbeitet? Die Führungskräfte oder Teammitglieder durchlaufen eine Reihe von praktischen Übungen, die auf Kommunikation und Führung zielen. Bei Teamtrainings sind es insbesondere Übungen, die sich um das Erreichen von Zielen und das Überwinden von Hindernissen drehen. Zwischen den Pferdeübungen wird in Theorie- und Feedbackrunden das emotional Gelernte rational verarbeitet.

Anwendungsbeispiele:

Führung

Führungskräfteentwicklung ist im besten Falle eine langfristig angelegte Maßnahme. Ein großer Teil davon findet üblicherweise im Seminarraum statt. Ein Training mit Pferden emotionalisiert erlerntes Wissen und praktische Erfahrung und macht beides auf intuitiver Ebene nutzbar. Man erhält dadurch die Möglichkeit, das theoretisch Gelernte zu verinnerlichen.

Teamentwicklung

Überall wo Leute zusammenarbeiten (sollen), gibt es immer wieder Störungen, die Zeit und Energie kosten. Sie können von außen, aber auch von innen kommen. Überall wo Teams neu zusammengesetzt werden, dauert es eine gewisse Zeit, bis Vorbehalte ausgeräumt sind und Vertrauen aufgebaut ist.

Pferdegestützte Seminare stellen eine nahezu einzigartige Lernumgebung zur Verfügung, in der  Teams in extrem kurzer Zeit zusammenwachsen können. Dabei führt das HorseDream Konzept die Teammitglieder durch die vier Phasen des Teamentwicklungsprozesses nach Tuckman: Forming, Storming, Norming, Performing. Christoph V. Haug hat das ins Deutsche übertragen: Testphase, Nahkampfphase, Organisationsphase, Arbeitsphase.

 

In der Testphase ist der Umgang miteinander höflich, unpersönlich, gespannt und vorsichtig. In der Nahkampfphase gibt es unterschwellige Konflikte, Konfrontation der Personen, Cliquenbildung, mühsames Vorwärtskommen. Die Organisationsphase entwickelt neue Umgangsformen und Verhaltensweisen, ermöglicht konstruktives Feedback und die Konfrontation der Standpunkte anstatt der Personen. Die Arbeitsphase endlich ist ideenreich, flexibel, solidarisch, leistungsfähig und hilfsbereit.

 

Im pferdegestützten Teamtraining durchlaufen die Teilnehmer diese vier Phasen in eineinhalb oder zwei Tagen. Im Teambildungsprozess ist das Training sozusagen mit  einer „Impfung“ vergleichbar: die Symptome des Teamentwicklungsprozesses werden in abgeschwächter Form vorweg genommen. Die Pferde wirken dabei nach unseren Erfahrungen wie emotionale Brücken zwischen den Menschen, in interkulturellen Trainings sogar wie Brücken zwischen den Kulturen und Religionen.

Projektarbeit

Projekte basieren zumeist auf sachlicher Planung und Kalkulation. Die Arbeit in einem Projekt wird dann allerdings sehr oft von Emotionen beeinflusst, die vielleicht durch Neid, Missgunst, Besserwisserei und Rechthaberei oder einfach nur durch Unachtsamkeit ausgelöst werden. Durch einen pferdegestützten Projektworkshop kann in zwei Tagen eine Atmosphäre der Kooperation, Kreativität, Flexibilität, der Selbstsicherheit und des Zielbewusstseins entstehen. Und daraus erwachsen noch während der Arbeit mit den Pferden neue Ideen, gegenseitiges Verständnis und Wohlwollen.

Kommunikation

Kommunikation scheitert oft an Missverständnissen. Weil die Verbindung nicht vernünftig zustande kommt. Weil Informationen ausgetauscht werden, bevor man den richtigen Draht zueinander gefunden hat. Insofern macht es Sinn, pferdegestützte Trainings als emotionales Highlight in jede mittel- oder langfristige Weiterbildungs-, Entwicklungs- und Kommunikationsmaßnahme zu integrieren. Alle unsere Erfahrungen mit dieser Kombination zeigen: die Seminarleiter, Coachs und Teilnehmer, so skeptisch manch einer zu Anfang auch gewesen sein mag, sind begeistert. Und die Begeisterung wird weiter getragen, hinein in den nachfolgenden „normalen“ Ablauf der Veranstaltung.

Was lernt man dabei? Das Taining bringt den Teilnehmern ein wichtiges Feedback auf intuitives und unbewusstes Führungsverhalten. Ein Erlebnis von "natural Leadership" oder "natürlicher Autorität". Elementare Einsichten in unbewusste Prozesse der Mitarbeiterführung. Erkenntnisse über Beziehungs- und Führungsstrukturen.

Es bringt für das Unternehmen bei Nachwuchsführungskräften eine spürbare Erweiterung der sozialen Führungskompetenz.  Bei versierten Führungskräften und Managern eine Verstärkung von persönlichen Eigenschaften, die zum Aufbau einer transparenten, glaubwürdigen Führungskultur im Unternehmen beitragen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeiten konkret daran, Vertrauen aufzubauen, an sich und an andere zu glauben, sich selbst Respekt zu verdienen und andere zu respektieren, Ziele zu erkennen - und zu erreichen, Barrieren bewusst anzugehen und zu überwindenÄngste zu überwinden, sich durchzusetzen - aber dabei mit Macht sorgsam umzugehen.

Warum eignen sich gerade Pferde besonders dafür? Pferde besitzen Eigenschaften und instinktive Verhaltensweisen, die den Menschen innerhalb kürzester Zeit auf das für ihn Wesentliche bringen können. Das Thema ist „Reduktion“. Es heißt, viele Bereiche unserer Gesellschaft und viele Unternehmen seien „overmanaged but underled“. Für die Führung von Unternehmen und von Mitarbeitern braucht man möglicherweise nicht weniger Management aber auf jeden Fall mehr Führung und mehr Visionen.

Im Pferd sind Realität und Vision auf einzigartige Weise miteinander erbunden. Wenn der Mensch  zusammen mit dem Pferd lernt, ist seine Konzentration, seine Präsenz, seine Bewusstheit zu einhundert Prozent gefordert. Das Pferd ist also ein absolut reales Wesen. Auf der anderen Seite verbinden sich seit Jahrtausenden mythologische Vorstellungen mit dem Pferd - das Pferd selbst ist ein Mythos, ein Traum, eine Vision. Das HorseDream Konzept bringt Realität und Vision zusammen.

In den vergangenen Jahrhunderten wurden alle Führungskräfte mit Hilfe des Pferdes ausgebildet. Der Umgang mit ihm fördert Mut, Kraft, Kreativität und Risikobereitschaft aber gleichzeitig Zielstrebigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit, Geduld und Demut. 

Das einzelne Pferd verkörpert Stolz, Kraft, Schönheit, Freiheit, Mut und Energie genauso wie Sensibilität, Vorsicht und die ständige Bereitschaft zur Flucht. Es ist bereit, dem Menschen zu dienen und es tut dies sowohl aus der Position des Bevormundeten wie aus der Haltung vollständiger Freiwilligkeit. Die Gruppe von Pferden vermittelt darüber hinaus das Gefühl von Schutz und Geborgenheit, Zusammengehörigkeit und Kooperation, Selbstbewusstsein und Zufriedenheit.

Was sind typische Aha-Erlebnisse bei den Teilnehmern? Am besten kann man es so zusammen fassen: Jeder Teilnehmer nimmt für sich das mit, was für ihn gerade am Wichtigsten ist. Wer an der kurzen Leine und mit viel Druck führt, erlebt, dass Loslassen eine wichtige Führungseigenschaft sein kann. Wer ohne Selbstbewusstsein führt, lernt die Zügel in die Hand zu nehmen und und klare Entscheidungen zu treffen. Man sieht Menschen, Projekte, Situationen mit anderen Augen. Man sieht etwas, was man vorher nicht sehen konnte. 

Ein Teilnehmer hat das einmal „Führung pur“ genannt, eine Teilnehmerin sagte: „Bisher habe ich über Führungstheorien viel gelesen, heute habe ich Führung gefühlt“.
 



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Wirtschaft & Beruf, Gerhard J. Krebs
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